Wie wählt man seine Rennrad-Pedale aus?

Wie wählt man seine Rennrad-Pedale aus?

Als Garantie für Komfort, Sicherheit und Leistung sollten die Pedale sorgfältig ausgewählt werden. Heutzutage sind Plattformpedale im Straßenradsport nahezu verschwunden, wo automatische Pedale bevorzugt werden. Sie ermöglichen nicht nur die vollständige Kraftübertragung auf das Tretlager, sondern sind im Falle eines Sturzes auch deutlich gelenkschonender, da der Mechanismus entriegelt, wenn die Kräfte zu groß werden.

Die Standards

  • Gewinde* der Pedalachse: 9/16"
  • Montage von Cleats des Typs LOOK, SHIMANO, TIME oder SPEEDPLAY
  • Freiheitsgrad

Die Pedaltypen

Was das Gewinde betrifft, gibt es heute nur einen einzigen Standard, egal ob für ein MTB, ein Rennrad, ein Stadtrad oder ein BMX. Die Standardgewindestärke beträgt 9/16" (d. h. 14,28 mm Durchmesser).

Zunächst sei an einen wichtigen Hinweis zur Montage erinnert: Das Gewinde* ist an der linken Pedale umgekehrt. Achten Sie daher beim Aus- und Einbauen der Pedale darauf: Bei der rechten Pedale ist die Einschraubrichtung klassisch, also im Uhrzeigersinn, während sie bei der linken Pedale umgekehrt ist, also gegen den Uhrzeigersinn zum Festziehen.

Was den Cleat-Typ betrifft, findet man vor allem zwei Arten der Verbindung zwischen den Cleats und den Schuhen bei den im Straßenbereich gängigen Modellen: SPD SL oder Speedplay. Cleats vom Typ SPD SL Straße werden mit 3 Schrauben an Ihren Schuhen befestigt – das ist das am weitesten verbreitete System. Bei Speedplay handelt es sich um ein 4-Schrauben-System, das spezifische Schuhe erfordert, wenn Sie alle Vorteile nutzen möchten. Die Cleats werden jedoch stets mit Adaptern geliefert, um sie an SPD-Straßenschuhen zu montieren.

Seltener findet man auch das SPD-MTB-System, das im Straßenbereich montiert wird, wobei der Mechanismus der Pedale und damit die kompatiblen Cleats unterschiedlich sind. Die Montage der SPD-MTB-Cleats erfolgt mit 2 Schrauben nebeneinander.

Schließlich wird bei automatischen Pedalen häufig von der Winkelfreiheit gesprochen. Obwohl die Schuhe an den Pedalen „eingeklickt" sind, ist es tatsächlich möglich, den Fuß seitlich zu bewegen, ohne den Schuh von seiner Befestigung zu lösen – je nach Ihren Einstellungen und den verwendeten Cleats. Dieses Rotationsmaß am Fuß wird als Winkelfreiheit bezeichnet.

Einige Hersteller wie Time bieten auch eine Anpassung des Q-Faktors von links nach rechts an, die sogenannte Seitenauslenkung.

Welche Pedale wählen?

Die Wahl zwischen den im Straßenbereich oder im MTB-Bereich verwendeten Systemen hängt direkt von Ihrer Fahrpraxis ab. Wenn Sie ausschließlich Cyclosport-Rennen fahren, bevorzugen Sie einen der beiden Standards, die ausschließlich im Straßenbereich verwendet werden. Für Radtouren oder Cyclocross ist der MTB-Standard eine gute Wahl.

Beim Freiheitsgrad ist es eine Frage des Kompromisses. Im Allgemeinen gilt: Je freier der Fuß ist, desto weniger setzen Sie sich Gelenkproblemen aus; je weniger frei er ist, desto besser ist die Kraftübertragung. Man sollte jedoch immer im Hinterkopf behalten, dass die Ursache von Schmerzen häufig zuerst auf eine fehlerhafte Positionseinstellung zurückzuführen ist.

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